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15.01.2009

Heute ist also nun der 15.01., ein Tag, dem ich schon seit mehreren Monaten erwartungsvoll entgegen blickte. Was mich alles erwarten wird, weiß ich bis heute noch nicht, aber das war im Vorfeld wohl schon klar. Zurück zum 15. – heute ging’s also los. Na ja, eigentlich schon gestern so richtig, oder wenn man es genau nimmt, vor einigen Wochen mit der Vorbereitung. Dazu aber später. Nach einem für mich, auch wenn ich es vielleicht noch so nach außen dringen ließ, sehr emotionellen Abschied von Ariane am Sonntag und meinen Eltern am Mittwoch ging’s ab mit dem Zug von Mittenwald nach Gauting zu Barbara, Ari’s Patentante, und Uwe, welche mich sehr herzlich empfangen haben. Meine erste Station somit. Beim gemeinsamen Abendessen dann der erste Schock: Als Barbara im Teletext nachsieht, von welchem Terminal mein Flug geht, steht zu meiner Flugnummer in dicken Lettern annulliert! Na gut dachte ich mir. Wir loggten uns bei British Airways unter meiner Buchungsnummer ein und durften feststellen, dass der Flug nach London tatsächlich nicht stattfand und ich auf einen anderen Flug nach Paris und von dort nach Rio umgebucht wurde. Abflug um 06:50 Uhr, 10 Minuten früher als der Flug nach London hätte starten sollen. Soweit so gut. Jetzt war mir auch klar, weshalb ich mir zuhause noch die Bordingkarte nicht online ausdrucken konnte. 

Heute Morgen war dann früh aufstehen angesagt, dennoch konnte ich etwas länger schlafen, da Uwe mich auf dem Weg zur Arbeit vorher zum Flughafen brachte, worüber ich sehr glücklich war. Am Air France Check-In ging dann schon wieder nicht mehr alles ganz glatt. Ich konnte zwar einchecken, doch wurde der Weiterflug von Paris nach Rio von British Airways nicht korrekt umgebucht, wenn ich es richtig verstanden hatte. Also schickten sie mich zum Schalter von British Airways, zwei Terminals weiter, um die Sache zu klären. Vorher erhielt ich keine Startgenehmigung, schon nicht für den ersten Flug. Nachdem ich wohl nicht der einzige Passagier des annullierten Londonfluges war, hatte sich vor dem Schalter eine rege Menschentraube versammelt, vor mir etwa 20 Personen, das Umbuchen jedes Tickets dauerte etwa 10 Minuten. 20 mal 10 Minuten – das wäre in etwa die Uhrzeit, in welcher ich schon in Paris wieder landen sollte. Uhh. Nachdem ich mich dann am Businessclass Schalter anstellen durfte, wurde ich nach langem Warten und Bangen schließlich vorgezogen. Im Sprint zurück zum Air France Schalter, durch die Sicherheitskontrollen und zum Gate kam ich genau rechtzeitig zum Einsteigen (als einer der letzten) – perfekt getimed könnte man auch sagen. Dabei muss ich mich bei allen bedanken, die mich vorgelassen haben – einer weniger und wer weiß wie und wann ich nach Rio gekommen wäre. 

Der Flug nach Paris und der neuerliche Check-In für den Flug nach Rio klappten klaglos und waren stressfrei. Auch alle bisherigen Sicherheitskontrollen, vor welchen ich nach meiner USA- und Kanadareise sehr viel Respekt hatte, gingen prmpt und klaglos über die Bühne. Jetzt sitze ich gerade im Flieger, mitten über dem Atlantik, habe etwa sieben Stunden Flugzeit des Transatlantikfluges hinter mir und noch fünf Stunden vor mir. Im Allgemeinen ist der Flug bisher sehr angenehm mit wenig Turbulenzen. Der Flieger ist nicht übermäßig voll, ich sitze zu zweit in der Mittelreihe mit vier Sitzen. 

Für Rio hätte ich mir eigentlich eigens ein Starter-Package gebucht, bei dem ich vom Flughafen abgeholt und in die Herberge gebracht werde. Nun werde ich zwei Stunden früher in Rio sein, ob das Reisebüro die Umbuchung mit den Leuten in Rio noch koordinieren konnte, werde ich wohl erst dort erfahren. Mal sehen. 

Vielleicht nun zurück zum Anfang, the very first beginning. Mein Studienabschluss. Die Weltreise ist ja ein Geschenk meiner Eltern zum Abschluss meines BWL- und VWL-Studiums. Das war irgendwann im Frühjahr dieses Jahres, die Sponsion war schließlich im Mai. Seit damals hätte ich eigentlich Zeit gehabt, mich auf die Reise in Ruhe vor zu bereiten. Wer mich kennt, weiß, dass ich immer wenig Zeit habe. Nicht anders ist es mir auch mit meiner Vorbereitung für die kommenden drei Monate ergangen. Großteils habe ich bis auf die Flüge bis jetzt keinen genauen Plan, fahre also ins Blaue. So manchen würde das vielleicht beängstigen, ich finde es vielmehr interessant und spannend. Auf die einzelnen Destinationen werde ich mich also unterwegs vorbereiten, bei der Anzahl an Zielen wäre das im Vorfeld aber wahrscheinlich auch gar nicht möglich, wenn überhaupt sinnvoll. Ach ja – meine Flugroute habe ich Euch bisher noch gar nicht näher erläutert: Von München geht’s via London – ähh pardon, Paris – nach Rio, dann weiter von Sao Paulo nach Buenos Aires, von dort weiter nach Santiago de Chile, weiter auf die Osterinseln, dann nach Papeete (Tahiti), weiter nach Auckland und Sydney. Von Cairns dann weiter nach Darwin, von dort aus auf Bali, weiter nach Hong Kong, zurück nach Singapur und von dort aus (wieder) via London nach München. Wenn alles planmäßig läuft, sollte ich am 16.04. in München wieder landen. 

Zurück zur Vorbereitung. Was sich als sehr wichtig erwies, waren die Impfungen, welche für die Destinationen empfohlen bzw. sogar vorgeschrieben werden. Über die notwendigen Impfungen sollte man sich jedenfalls rechtzeitig informieren, so früh als möglich. Ansonsten musste ich mich erst mit Trekkingzeugs wie Rucksäcken, Sommerschlafsack, Kissen, Hosen, Schuhen und allem möglichem eindecken. Auch ein ultrakleines Netbook und eine neue Digitalkamera sowie ein Quadbandhandy mit GPS-Funktion wurden angeschafft. An dieser Stelle muss ich mich auch bei meinem Bruder Alex bedanken, der mir einerseits mit Rat und Tat zur Seite stand und mich auch mit vielen wichtigen Utensilien versorgte. Allzu viel gibt’s zur Vorbereitung ansonsten schon nicht mehr zu sagen, außer dass ich mich mit jeder Menge Reiseführern (man braucht ja für jede Destination einen eigenen) und Sprachführern (auch Sprachen werde ich die verschiedensten kennen lernen) ausgestattet habe. Die größere Herausforderung während der Vorbereitungszeit war alles für meine Abwesenheit zu organisieren, sei es zu Hause im Büro, für den gemeinsamen Hausbau mit meinem Bruder oder im Verein. 

Na gut, ich werde dann jetzt mal ein wenig den Netbook-Akku schonen und melde mich später wieder. 

 









Gauting at Google Maps












Munich Airport at Google Maps











Paris CdG Airport at GM




















My flightplan